Wenige Tage nachdem der Regisseur und Oscar-Preisträger Paul Haggis der Scientology-Sekte nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft den Rücken kehrte und dies in einem offenen Brief damit begründete, dass Scientology San Diego "Proposition 8" unterstützt hat, also den Verfassungszusatz, der Lesben und Schwulen in Kalifornien das Recht zu heiraten wieder genommen hat, reagierte ein Sprecher der Sekte.
Tom Davis betont, dass Scientology die Bürgerrechte aller Menschen
unterstütze, unabhängig von sexueller Orientierung, Rasse, Hautfarbe
oder Herkunft. Die Mitglieder von Scientology seien selbst eine
Minderheit, wüssten also, wie das ist. Scientology San Diego sei nur durch ein Versehen auf der Liste der Unterstützer von Prop 8 gelandet.
Warum es bis zu dieser Klarstellung rund ein Jahr gedauert hat, geht aus der Stellungnahme von Davis nicht genau hervor. Er meinte, Haggis hätte mehr gewollt als die Korrektur, nämlich eine politische Stellungnahme von Scientology, welche diese nicht abgeben könne, ohne ihren Status als steuerbefreite Religionsgemeinschaft zu gefährden.
GGG.at wies gestern darauf hin, dass L. Ron Hubbard, der Gründer von Scientology, in Homosexuelle in seinen Schriften als "Perverse" und "gefährlich für die Gesellschaft" bezeichnet hat, wovon Scientology sich heute distanziert. Es gibt aber auch Informationen, dass Scientology seinen Mitgliedern die "Heilung" von Homosexualität anbietet oder gar nahelegt.
Links: http://www.msnbc.msn.com/id/33498755/ns/entertainment-gossip/33498755
http://www.ggg.at/index.php?id=62&tx_ttnews[tt_news]=2527&cHash=fac7e4fae6
http://latimesblogs.latimes.com/the_big_picture/2009/10/paul-haggis-on-scientology-morally-reprehensible.html