Am 3. Dezember war der internationale Tag der Behinderten. SoHo-Behindertensprecher Manfred Schütz wies aus diesem Anlass darauf hin, dass Sexualität und Behinderung noch immer ein großes Tabu sind.
"Wir erleben Sexualität als etwas höchst Privates und Intimes, aber zugleich sind wir tagtäglich in Öffentlichkeit und Gesellschaft mit eben dieser als durchaus wichtiges Thema konfrontiert. Menschen mit einer Behinderung hingegen werden innerhalb der hetero- und homosexuellen Gesellschaft oftmals als sexuell neutral gesehen und damit häufig aus dem so sensiblen Thema der Sexualität ausgeklammert. Und das muss sich ändern"
Wird Sexualität und Behinderung eben grundsätzlich schon tabuisiert,
so wird sie vor allem Lesben, Schwulen und Bisexuellen mit Behinderung
zusätzlich erschwert oder gar vollkommen
abgesprochen. Gerade dieser Personenkreis ist daher von
Mehrfachdiskriminierung besonders geprägt. Dass es auch anders
funktionieren kann, belegt beispielsweise der junge, gehörlose und
schwule Ricco Müller, der am vergangenen Samstag zum Mr. Gay in der Schweiz gewählt wurde.
Insgesamt
sind vielmehr Ideen, Konzepte und ein hohes Maß an Aufklärung und
Bildung nötig, denn das sind die wichtigsten Mittel, um Vorurteilen und
Unkenntnis zu begegnen. Denn zweifelsohne haben behinderte Menschen
auch einselbstverständliches Recht auf Sexualität.
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