Deutschland - Lesben und Schwule bei Daimler haben vor kurzem das Netzwerk GL@D (Gay Lesbian, Bisexual and Transgender at Daimler) gegründet. GL@D soll keine "Betroffenengruppe" sein, sondern für Menschen jeder sexuellen Orientierung offen sein. Ziel ist es, dass Homosexualität auch am Arbeitsplatz als normal wahrgenommen wird.
Einen privaten Stammtisch für Schwule und Lesben gab es bei Daimler schon seit Ende der 1990er Jahre. Damals traf man sich in Privatwohnungen. Die jetzige Initiative von Johanna Kösler (48) und Siggi Sikorski (42) erfolgte in Zusammenarbeit mit dem DiversityManagament des Daimler-Konzerns. Bis jetzt hat GL@D im Großraum Stuttgart 40 Mitglieder. Ähnliche Netzwerke gibt es bei IBM, der Deutschen Bank und SAP.
"Mehr als die Hälfte der Schwulen und Lesben verschweigen ihre sexuelle Identität am Arbeitsplatz aus Angst, diskriminiert, verspottet oder angefeindet zu werden", sagt Kösler. Dabei geht durch Geheimhaltung viel Energie verloren, die sinnvoller genützt werden könnte. Das haben manche Unternehmen bereits begriffen und bieten Unterstützung und Coaching an. Wie ambivalent Diskussionen über die sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz noch immer wahrgenommen werden, sieht man auch an den beiden Artikeln in der Süddeutschen Zeitung und der Welt.
Links: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/486594 Coming-out bei Daimler (25.09.2009)
http://www.welt.de/wirtschaft/article4641734/Schwule-starten-Massen-Outing-bei-Daimler.html (27.09.2009)
http://blog.daimler.de/2009/09/08/schwul-lesbisches-mitarbeiternetzwerk-gld-gegruendet/
http://www.daimler.com/dccom/0-5-659599-49-632759-1-0-0-661957-0-0-135-7145-0-0-0-0-0-0-0.html