Studenten am MIT haben im Rahmen eines Projekts eine Software entwickelt, die Facebook-Profile analysiert und dabei festestellen kann, wer wahrscheinlich schwul ist, ohne dies explizit angegeben zu haben. Sie nützten dabei eine Tatsache, die Schwulen und Lesben schon ewig bekannt ist: schwule Männer haben in der Regel überdurchschnittlich viele schwule Freunde.
Zunächst haben die Studenten mit der Software die Profile von 1.544 heterosexuellen Nutzern, 21 bisexuellen und 33 homosexuellen Nutzern analysiert. Gefüttert mit diesen Daten haben sie dann die Facebook-Profile von 947 weiteren Männern ausgewertet, die keine Angaben zu ihrer sexuellen Orientierung gemacht haben. Zehn Personen, die das Programm als homosexuell auswies, seien nach privaten Informationen der Studenten wirklich schwul. Bei bisexuellen Nutzern und lesbischen Nutzerinnern hat "Gaydar" allerdings nicht funktioniert.
Mit ähnlichen Methoden wird in manchen Sozial Networks übrigens schon länger gearbeitet. So habe ich selbst beobachtet, dass ich bei "xing" regelmäßig Jobvorschläge aus dem IT-Bereich bekomme, obwohl meine (im Profil richtig angegebene) Ausbildung und Berufstätigkeit in einem ganz anderen Bereich liegt. Aber viele meiner xing-Contacts arbeiten bei Internet-Providern oder anderen IT-Firmen.
Wer nicht zuviel über sich verraten will, sollte die Angaben in den Profilen diverser Social Networks jedenfalls auf ein Minimum beschränken und mit Freunden und Freundinnen lieber per E-Mail oder persönlich kommunizieren als per Network. Vor allem beim Hochladen von Fotos ist Vorsicht geboten.
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http://www.dbna.de/leben/meldungen/2009/09/18663-facebook-gaydar.php
http://www.ggg.at/index.php?id=54 Tipps zum sicheren Chatten