Widerspenstigkeit gegenüber sozialen und kulturellen Ausformungen von Geschlecht, wie sie im geplanten Sammelband thematisiert werden soll, kann Irritationen und Unbehagen auslösen, indem sie Geschlechtszuschreibungen offen legt. So wird das Spektrum möglicher Geschlechterkategorien unter Umständen erweitert, sei es durch die Intention, die Geschlechterordnung bewusst infragezustellen, sei es als unbewusster Akt. Widerspenstigkeit lässt sich als das beschreiben, "was sich nicht fügt, was sich nicht glätten läßt. Eine dumme Haarsträhne oder eine Falte, die sich unerwünscht aufgeworfen hat und nur mit besonderen Mitteln, mit technischem Aufwand oder mit Desinteresse zu bewältigen ist. Oder aber mit Humor" (Ute Vorkoeper, 2000).
Widerspenstigkeit manifestiert sich in verschiedenen historischen
Situationen und kulturellen Räumen. Das Interesse dieses Bandes liegt
in der Analyse desjenigen Moments, in dem „Szenen von
Widerspenstigkeit“ in
Affirmation, Subversion oder in eine spielerische Verweigerung von
Geschlecht umschlagen. Wie lässt sich dieses Kippen theoretisch fassen
und welche Kriterien sind für den jeweiligen Effekt ausschlaggebend? Quelle: Female-L vom 19. April 2009
Deadline für Exposés: 17. Mai 2009
Konktakt: sammelband-genderstudies(at)unibas.ch
Mehr Informationen unter: http://www.gendercampus.ch/Common/Lists/CalendarCall%20for%20Papers/Attachments/1731/call%20Widerspenstigkeit.pdf
Links: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=11152&count=160&recno=20&sort=datum&order=down®ion=96
http://genderstudies.unibas.ch/zentrum/zentrum-gender-studies/
http://www.gendercampus.ch/d/Calendar/03/default.aspx