Vorige Woche hatte der frühere Gewerkschaftsführer, Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Lech Wałęsa in einem TV-Auftritt gemeint, homosexuelle Abgeordnete sollten im Parlament in der letzten Reihe sitzen, am besten hinter einer Mauer (
QueerNews.at berichtete). Als Reaktion darauf werden die Abgeordneten Robert Biedron und Anna Grodzka laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press diese Woche in der ersten Reihe sitzen dürfen, die sonst den Parteivorsitzenden vorbehalten ist und am öftesten in TV-Berichten aus dem Parlament zu sehen ist.
Der Gründer und Vorsitzende der linksliberalen Palikot-Bewegung, Janusz
Palikot hat außerdem eine Resolution angekündigt, in der Wałęsa zu
einer anderen Wortwahl aufgefordert wird. Dieser hatte sich am Montag
geweigert, sich für seine Aussagen zu entschuldigen und sagte, er sei missverstanden worden. Ein angebotenes Treffen mit dem offen schwulen
Abgeordneten Robert Biedron lehnte er ab.
Lech Wałęsas Sohn Jarosław, seit 2009 christdemokratischer Abgeordneter im europäischen Parlament, ist die Affäre offensichtlich peinlich. "[Diese Worte] hätten nicht gesagt werden sollen", wird er von AP zitiert. Er hält fest, dass Schwule und Lesben vertreten sein sollten und im Parlament sein sollten.
Links: http://abcnews.go.com/International/wireStory/focus-gay-lawmaker-walesas-words-18645922
http://www.queernews.at/archives/3360
http://www.europarl.europa.eu/meps/en/96774/JAROSLAW%20LESZEK_WALESA.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Biedro%C5%84
http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Grodzka
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