Eigentlich sollte man darüber im 21. Jahrhundert in Europa nicht mehr reden müssen: Schwule und Lesben sind nicht krank, jedenfalls nicht mehr oder anders krank als heterosexuelle Menschen. Klar kriegen sie manchmal einen Schnupfen oder Halsweh oder müssen wegen einer Blinddarmentzündung ins Krankenhaus. Aber Homosexualität ist keine Krankheit und bedarf keiner Heilung.
Leider machen sich ausgerechnet auf der von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten Internetplattform "Dialog über Deutschland" Gruppen und Individuen breit, die Schwule und Lesben "umpolen" möchten und suchen dort für ihre Forderungen Unterstützung.
Hartmut Rus von der "Mission Aufklärung", die es sich zur Aufgabe gemacht hat, über die Gefährlichkeit solcher Umpolungsversuche aufzuklüren, hat nun auf der selben Internetplattform eine Gegeninitiative gestartet, mit der er unter anderem erreichen will, dass solchen Gruppen die staatliche Anerkennung der Gemeinnützigkeit entzogen wird. Aus der Ankündigung:
"Es gibt eine lautstarke Minderheit von christlich-evangelikalen selbsternannten Therapeuten und Beratern, die Lesben und Schwule zur Heterosexualität "missionieren" wollen. Homosexualität gilt ihnen als ein erlerntes Symptom psychischer Probleme und muss geheilt werden. So werden insbesondere homosexuelle Jugendliche im Coming-out aber auch gläubige Lesben und Schwule zutiefst verunsichert und in pseudowissenschaftliche wie gefährliche Therapieversuche getrieben. Zudem stehen diese kruden Theorien auch hinter neusten Zensurgesetzen wie etwa in Russland oder legitimieren eine Verschärfung von Verfolgungsgesetzen beispielsweise in Uganda oder Kamerun.
In Deutschland werden einige Organisationen, die diese Therapieangebote anbieten, staatlich unterstützt, indem man ihnen Steuervorteile einräumt. Wir fordern daher ein Ende der staatlichen Förderung derartiger Organisationen und den Entzug der Gemeinnützigkeit. Stattdessen sollte die Bundesregierung das Symptom "Homophobie" stärker bekämpfen. Denn Lesben und Schwule leiden nicht an ihrer Homosexualität, sondern unter Vorurteilen und Hassgewalt!" Quelle: Newsletter des LSVD vom 4. April 2012
Links: https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie- Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=16329 Hier kann man die Initiative von Hartmut Rus unterstützen.
http://www.mission-aufklaerung.de/ueber-uns.html Das Netzwerk "Mission Aufkärung"
http://www.lsvd.de