Im Bundesstaat Washington scheinen seit Montag die Stimmen für die Gleichberechtigung beim Recht auf Eheschließung gesichert. Die demokratische Senatorin Mary Margaret Haugen gab am Ende einer Anhörung im Senat die entscheidende 25. Unterstützungserklärung ab. Sie habe einige Zeit benötigt, um ihre religiösen Überzeugungen mit ihrer Überzeugungen als Amerikanerin, als Abgeordnete, als Frau und Mutter, die anderen nicht jene Freuden und Vorteile verweigern kann, die sie selbst genießt, miteinander zu vereinbaren, teilte sie in einer schriftlichen Erklärung mit. Im Abgeordnetenhaus gilt die Mehrheit für das Gesetz als gesichert.
Gouverneurin Chris Gregoire hat bereits früher ihre Unterstützung für das Recht von Schwulen und Lesben, eine staatliche Ehe zu schließen. bekannt gegeben. Sie wird das Gesetz umgehend unterschreiben, sobald es auf ihren Schreibtisch kommt. Theoretisch könnte die Öffnung der Ehe im Bundesstaat Washington Anfang Juni in Kraft treten. Die LGBT-feindliche Organisation NOM hat allerdings bereits angekündigt, dass sie eine Volksabstimmung über das Gesetz herbeiführen will. Dafür müssen sie bis 6. Juli 120.577 Unterschriften von Wahlberechtigten sammeln.
Bei einer im Oktober vergangenen Jahres durchgeführten Meinungsbefragung erklärten 43 Prozent der Befragten, dass sie für die Ehe für Schwule und Lesben seien, 22 Prozent waren für gleiche Rechte, aber ohne die Bezeichnung "Ehe". Auf die Frage, ob sie im Fall einer Volksabstimmung dafür stimmen würden, das Gesetz über die Eheöffnung aufrechtzuerhalten oder zu zurückzuweisen, antworteten 55 Prozent mit "aufrechterhalten" und 38 Prozent mit "zurückweisen". Erfahrungsgemäß gehen tatsächliche Volksabstimmungen um LGBT-Rechte immer schlechter aus als die Meinungsumfragen, mit einem intensiven Wahlkampf ist daher zu rechnen.
In New Jersey hat ein Gesetzesentwurf für die Öffnung der Ehe im Justizausschuss des Senats eine klare 8:4 Mehrheit erhalten. Auch die Mehrheit in beiden Häusern des Parlaments scheint gesichert, aber Gouverneur Chris Christie hat angekündigt, sein Veto einzulegen. Er sei dafür, dass die Wähler_innen über das Recht auf Ehe für Schwule und Lesben abstimmen, sagte er. Dies wäre in New Jersey der erste Fall einer Volksabbstimmung über Grundrechte der Staatsbürger_innen seit 1915, wie Senatorin Loretta Weinberg im Hearing sagte. Damals war über das Frauenwahlrecht abgestimmt worden. Mit negativem Ergebnis. Laut Meinungsumfragen gibt es in der Bevölkerung eine knappe 52 Prozent Mehrheit für die Gleichberechtigung.
Links: http://www.washingtonpost.com/national/washington-legislature-has-the-votes-to-legalize-gay-marriage-as-sen-haugen-declares-support/2012/01/23/gIQAReGaLQ_story.html?tid=pm_national_pop
http://edition.cnn.com/2012/01/23/politics/washington-marriage/index.html
http://thinkprogress.org/lgbt/2012/01/24/410636/new-jersey-senate-committee-advances-marriage-equality/
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