Washington D.C. - Während die Gesundheitsbehörden wegen der aktuellen HIV-Raten Alarm schlagen, haben konservative US-Medien nichts besseres zu tun, als gegen die Verwendung von Kondomen und gegen Empfängnisverhütung zu polemisieren.
Erst vorige Woche veröffentlichte das Gesundheitsministerium von Washington D.C. eine aktuelle Studie, aus der hervorgeht, dass die HIV/AIDS-Rate in Washington D.C. bei über 3 % liegt. Besonders hoch ist sie bei Menschen zwischen 40 und 49 und bei schwarzen Männern. Der Leiter der Whitman-Walker Klinik in Washington, eines der größten AIDS/HIV-Zentren, vermutet, dass die wirkliche Infektionsrate noch höher liegt und viele Infizierte ihren HIV-Status nicht kennen.
Während verantwortungsvolle Politiker_innen Pläne für mehr Information und bessere Prävention und Behandlung in Aussicht stellen, hat Jeffrey Kuhner in der Washington Times nichts Besseres zu tun, als Kondome und Empfängnisverhütung zu verteufeln. Sie seien schuld an vermehrter sexueller Aktivität und häufigem Partnerwechsel und damit auch an der Ausbreitung von HIV und AIDS. Abhilfe könne nur eine Rückkehr zu traditionellen jüdisch/christlichen moralischen Werten bringen: Ehe, Abstinenz und persönliche Verantwortung.
Links: http://www.ggg.at/index.php?id=62&tx_ttnews[tt_news]=1815
http://www.medicalnewstoday.com/articles/142672.php
http://doh.dc.gov/hiv/
http://doh.dc.gov/doh/lib/doh/pdf/dc_hiv-aids_2008_updatereport.pdf (Volltext der Studie)
http://www.washingtontimes.com/news/2009/mar/23/cult-of-the-condom/
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