Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtet, dass drei schwule Touristen aus Deutschland Opfer eines offenbar homophob motivierten Angriffs in Georgien geworden sind. Der Vorfall spielte sich in Omalo, einer besonders bei Trekking- und Abenteuerurlaubern beliebten Bergstadt nahe der Grenze zu Tschetschenien ab und wurde von einem Vertreter eines Reisebüros so geschildert:
Einige junge Georgier, die selbst als Touristen aus Tiflis nach Omalo gekommen waren, luden die drei Deutschen in einem Lokal an ihren Tisch ein. Sie tranken mehrere Runden und sprachen dabei traditionelle georgische Toast aus, unter anderem einen auf die Liebe. Daraufhin begannen die deutschen Gäste, einander auf den Mund zu küssen. Das empfanden die georgischen Burschen als Affront. Sie schlugen die deutschen zusammen, fesselten sie an Händen und Füßen und warfen sie in einen nahe gelegenen Fluss.
Die drei Männer wurden von Einheimischen gerettet, die sie dann auch sicher ins Tal brachten. Da die Opfer des Angriffs nach Deutschland heimfuhren, ohne eine Meldung bei Polizei oder Botschaft gemacht zu haben, erfolge keine polizeiliche Untersuchung des Vorfalls. Quelle: Interfax vom 7. September 2011
Links: http://www.interfax-religion.com/?act=news&div=8710
http://en.wikipedia.org/wiki/Omalo
http://www.georgiano.de/routen/Tuscheti_tour.html
http://www.kaukasus-reisen.de/tuschetien-chewsuretien.htm