Die schwule iPhone-App Grindr bekommt einen Heteroableger. Laut Vorankündigung soll die neue Flirt-Plattform mit dem Arbeitstitel Amicus für "alle" da sein. Details will Grindr Geschäftsführer Joel Simkhai heute in einem Webcast verraten. Grindr hat seit dem Launch 2009 2,6 Millionen User in 192 Ländern gewonnen, täglich kommen rund 8000 dazu.
Ende August kam Grindr kurzfristig in die Politikseiten der Medien, nachdem ein verheirateter Politiker aus Puerto Rico, der im Laufe seiner Abgeordnetenkarriere immer wieder gegen Schwulen- und Lesbenrechte gestimmt hatte, wegen expliziten Nacktfotos auf Grindr zurücktreten musste.
Über die neue Flirt-Application Amicus ist bisher nur bekannt, dass sie mehr
Text ermöglichen soll als Grindr. Damit wollen die Produzenten Frauen
entgegenkommen, die angeblich weniger auf visuelle Reize reagieren.
Laut Joel Simkhai geht es bei Amicus nicht um Aufriss, sondern darum,
Verbindungen aufzubauen. "Facebook ist großartig, wenn es darum geht,
Verbindungen zu Menschen aufrecht zu erhalten, die man bereits kennt",
sagt er, "aber was ist mit neuen Bekanntschaften?"
Links: http://projectamicus.com/
http://www.thedailybeast.com/articles/2011/09/06/grindr-iphone-s-addictive-hook-up-app-for-gay-men-gets-straight-version.html
http://www.dallasvoice.com/grindr-mainstream-project-amicus-app-non-gays-1088517.html