München - Ab 4. März ist im Münchener
Sub eine Wanderausstellung des Berliner Projekts
Ma-neo zu sehen, die sich mit homophober Gewalt beschäftigt. Aus diesem Anlass führte die Süddeutsche Zeitung ein Gespräch mit Christopher Knoll, dem Psychologen des Schwulen Kommunikations- und Kulturzentrums Sub.
Homophobe Gewalt ist in München wahrscheinlich nicht seltener als in Berlin, wird aber von der Polizei noch nicht als solche erfaßt. Dies macht auch die Prävention schwierig. Außerdem zögern viele Schwule nach wie vor, Gewalttaten überhaupt anzuzeigen oder auch nur ihren engsten Angehörigen darüber zu erzählen. Laut Knoll ist die Scham danach eine große Hürde. Die Tatsache, dass vor einigen Jahren eine Jugendgang die zahlreiche schwulenfeindliche Gewalttaten auf dem Gewissen hatte, nach dem Aufgreifen durch die Polizei nicht einmal angezeigt wurde, verunsichert ebenfalls.
Dennoch ist München eine für Schwule attraktive Stadt, meint Christophe Knoll. Es gibt ein starkes Gefühl für Community und eine vielfältige schwule Szene, die sich allerdings auf das Glockenviertel konzentriert. Sogar schwule Schuhplattler sind als Gruppe organisiert. Knoll findet es gut, dass die Schwulen Teil bayerischer Kultur sein können. Der Münchner Bürgermeister geht beim CSD voran, zeigt also seine Solidarität mit den Schwulen und Lesben. Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 03.03.2009.
Oft totgeschwiegen: Gewalt gegen Schwule!
Wann: ab 4. März 2009
Wo: Sub, Müllnerstraße 43, München
Links: http://www.sueddeutsche.de/857381/466/2782132/Die-Scham-danach.html
http://www.subonline.org/index.php/Veranstaltungen-im-Sub/Oft-totgeschwiegen-Gewalt-gegen-Schwule.html
http://www.maneo.de/