Wie
PRIDE1 bereits vor einigen Tagen berichtete, wurde eine Frau aus der "Xbox Community" ausgeschlossen, weil sie in ihrem Profil angegeben hatte, dass sie lesbisch ist. Nun hat Microsoft auf die im Verbraucherportal
Consumerist geäußerten Anschuldigungen der Frau
reagiert und beruft sich auf die
Nutzungsbedingungen.
Danach dürfen User in den Profilen keine Hinweise sexueller Natur aufnehmen. Microsoft geht davon aus, dass diese Regel Lesben und Schwule nicht diskriminiere, da sie für Heterosexuelle genauso gelte. Freilich ist fraglich, ob auch der Hinweis, dass man verheiratet ist oder Kinder hat, zur Sperre des Accounts führen würde. Auch der Kontext, in dem das Verbot ausgesprochen wird, spricht Bände: da ist davon die Rede, dass das Posten von Kinderpornographie, Hinweisen auf verbotene Drogen und Hassparolen verboten ist. Die vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel zu Recht als prüde und spätviktorianisch bezeichneten Moralvorstellungen von Microsoft haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass sogar Personen ausgeschlossen wurden, deren Name die Silbe "gay" enthält. Begründung: Das Wort "gay" sei so dermaßen anstößig, dass es keine Rolle spiele, wenn es Teil eines echten Namens sei. Quelle: Der Spiegel vom 27.02.2009.
Links: http://www.pride1radio.com/index.php?option=com_content&task=view&id=3058&Itemid=1
http://consumerist.com/5160187/identifying-yourself-as-a-lesbian-gets-you-banned-on-xbox-live
http://consumerist.com/5161145/microsofts-policy-regarding-identifying-sexual-orientation-on-xbox-live
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,610291,00.html
http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=71631
http://www.xbox.com/de-AT/legal/codeOfConduct.htm
http://glaadblog.org/2009/02/26/xbox-live-homophobia-and-online-gaming-policy/
http://www.areagames.de/artikel/detail/Homosexuelle-verteidigen-Microsoft/99243
http://www.stepto.com/Lists/Posts/Post.aspx?ID=530
http://majornelson.com/archive/2009/02/26/xbox-live-policy-on-gamertags-and-profiles.aspx