Warschau - Während Polen hierzulande vor allem wegen homophober Äußerungen oder Handlungen in die Nachrichten kommt, denkt Joanna Trzeciak im Warsaw Business Journal über die Aussichten von Gay Marketing und Sponsoring von les-bi-schwulen Events durch polnische Unternehmen nach.
Sie vergleicht die Situation in den USA, den Niederlanden und Polen, bringt einige Beispiele von Marken, die bei Umfragen als "gay-friendly" eingestuft wurden (Nivea, Gillette, Nokia, Orange, Finlandia, Lech, Coca-Cola, Audi and H&M) und berichtet, dass die jeweiligen Firmenverteter_innen über diese Ehre gar nicht glücklich waren und sie entweder nicht kommentierten oder deutlich machten, dass Lesben und Schwule für sie keine eigene Zielgruppe sind. Dass ein großes Unternehmen Wagen bei der Regenbogenparade sponsert, wie es im Westen üblich ist, wäre in Polen derzeit noch undenkbar. Dennoch meint die Autorin, dass die Kaufkraft von Lesben und vor allem Schwulen diese Zielgruppe auch in Polen für die Werbung interessant macht. Quelle: WBJ vom 23.02.2009
http://www.wbj.pl/article-44512-a-missed-opportunity.html?typ=wbj