Im Rahmen der Innsbrucker Gender Lectures findet im November ein Vortrag statt, der sich der Entwicklung der Geschlechterverhältnisse und der Geschlechterpolitik seit den 1960er-Jahren im Vergleich zwischen USA und Europa nachzeichnet.
Während sich in den „liberalen“ USA mit dem
„Dual Breadwinner/ Marketized Female Carer Model“ und in den
„sozialdemokratischen“ nordischen Staaten mit dem „Dual Breadwinner/
State Carer Model“ relativ geschlechteregalitäre Modelle etabliert
haben, hat sich in Österreich lediglich eine modernisierte Variante des
geschlechterhierarchischen Male Breadwinner/ Female Caregiver Modells,
das „(Weak) Male Breadwinner/ Female Parttime Carer Model“ durchsetzen
können. Im Vortrag sollen die Veränderungen im Geschlechterverhältnis –
die "emanzipatorischen" Aufbrüche der Frauen in Bildung und
Beschäftigung, die Lockerung der Bindung an traditionelle Ehe und
Familie, aber auch die Prozesse der Reproduktion von
Geschlechterungleichheit in Bildung, Arbeit und Familie – aufgezeigt und
herausgearbeitet werden und wie Sozial-, Familien- und
Geschlechterpolitik und deren kulturelle Leitbilder zu diesen teils
widersprüchlichen Entwicklungen beigetragen haben.



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