"Ich habe gelernt, dass ich denken muss, bevor ich rede. Das war eine wichtige Lektion," sagte die dreifache Schwimmolympiasiegerin Stephanie Rice. Sie bat alle, die sie mit ihrem gedankenlosen Tweet gekränkt hat, um Entschuldigung. Die 22-jährige Australierin fügte hinzu, dass ihr bewusst ist, dass sie viele Menschen enttäuscht hat.
Sie hatte am Wochenende den knappen Sieg der australischen Rugby-Mannschaft über das südafrikanische Team auf Twitter mit einem auf die gegnerische Mannschaft gemünzten schwulenfeindlichen Schimpfwort kommentiert. Zwar löschte sie den Tweet später, aber da war der Schaden schon passiert.
Neben Kritik brachte ihr die unüberlegte Meldung auch Probleme mit ihren Sponsoren. So kündigte ein Sprecher von Jaguar an, dass der Vertrag mit Rice aufgelöst werde und sie das ihr zur Verfügung gestellte Luxusauto zurückgeben müsse.
Ihr Sportkollege Matthew Mitcham, aber auch LGBT-Aktivist_innen verteidigen Rice: Ihr Tweet war ungehörig, aber er war nicht bösartig, sagte zB Atkvist Gary Burns. Das unterscheidet sie von Menschen, die öffentlich Hass gegen Schwule und Lesben schüren. Er findet es unfair, dass nun eine Hexenjagd gegen die junge Sportlerin stattfindet.
Links: http://www.sportinglife.com/others/news/story_get.cgi?STORY_NAME=others/10/09/08/manual_095530.html
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5g9ONwBsvLk4ta_7KEmMN4EYkY0QQ
http://sify.com/sports/oz-gay-rights-activist-dubs-reaction-to-rice-s-comments-hysterical-news-news-kjinEdadjfg.html
http://blogs.crikey.com.au/fullysic/2010/09/08/the-tweet-that-sank-stephanie-rice-2/ (Über die Gefahren eines öffentlichen und internationalen Mediums und über die unterschiedlichen Verwendungen des Worts "faggot")