Internet macht einsam? Internetfreaks sind sonderbare Typen, die ihre Abende und Nächte mit Dosenbier und Fertigpizza am PC verbringen? - Mitnichten sagt eine neue Studie aus den USA. Danach haben 82,2 % der Personen, die daheim einen Internetzugang besitzen, eine Partnerin oder einen Partner, gegenüber nur 62,8 % der Vergleichsgruppe ohne Internetzugang.
"Unsere Studie weist darauf hin, dass der Internetzugang für Amerikaner_innen eine wichtige Rolle spielt, wenn es darum geht, den Lebensgefährten oder die Lebensgefährtin zu finden", sagt der Soziologe Michael J. Rosenfeld, Autor der Studie Meeting Online: The Rise of the Internet as a Social Intermediary.
Schwule und Lesben profitieren danach besonders von den Kontaktmöglichkeiten im Internet. Bei den von Rosenfeld und seinem Team ausgewerteten Daten zeigte sich, dass 61 % der gleichgeschlechtlichen Paare durch Online-Foren oder Chats zusammengefunden hatten, bei den verschiedengeschlechtlichen Paaren waren es nur 21,5 %. Wenn die Entwicklung so weiter geht, wird das Internet die seit Jahrzehnten erfolgreichste "Partnervermittlung" - nämlich das Kennenlernen über gemeinsame Freunde und Freundinnen bald übertrumpfen, schließt Studienautor Rosenfeld.
Meeting Online: The Rise of the Internet as a Social Intermediary wurde am 16. August 2010 bei der 105. Jahrestagung der amerikanischen Soziologenvereinigung (ASA) vorgestellt.
Links: http://www.newswise.com/articles/web-access-increases-odds-of-romantic-relationships
http://www.tgdaily.com/general-sciences-features/51092-geeks-get-more-girlfriends-says-survey
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iH3qVU7VPA7STDun5Fu9jzE0Dpng
http://www.asanet.org/
http://www.stanford.edu/~mrosenfe/