Buenos Aires - Das Legislativkomitee des Senats hat den Senator_innen gestern mehrheitlich die Ablehnung des im Unterhaus schon beschlossenen Gesetzes zur Öffnung der Zivilehe für gleichgeschlechtliche in Argentinien empfohlen. Die Senator_innen möcthen lieber den von der Opposition vorgeschlagenen Entwurf für Eingetragene Partnerschaften verwirklicht sehen - einen Vorschlag, den die Vorsitzende der argentinischen Schwulen- und Lesben-Vereinigung FALGBT Maria Rachid als Förderung von Apartheid bezeichnete.
Dass es schwierig sein wird, den von der Regierung eingebrachten Vorschlag zur Änderung des Ehegesetzes erfolgreich durch den Senat zu bringen, war von Anfang an klar, da der Mitte-Links-Koalition hier zwei Stimmen auf die Mehrheit fehlen. LGBT-Aktivist_innen und solidarische Politiker_innen hatten aber gehofft, dass sie einige der liberaleren Senator_innen auf ihre Seite bringen können. Der Senat wird zwar erst nächste Woche darüber abstimmen und ist in seiner Entscheidung frei, aber das Legislativkomitee gilt als einflussreich. Unklarheit herrscht über die Anzahl der abgegebenen Stimmen, laut Parlamentario.com stimmten 9 Komiteemitglieder gegen und 6 für die Öffnung der Ehe, der Buenos Aires Herald berichtet von 7 zu 6 Stimmen.
Der Vorsitzende der Frente pa la Victoria, Senator Miguel Angel Pichetto Michelangelo, verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass nächste Woche die Mehrheit der Senatorinnen und Senatoren für die Öffnung der Ehe stimmen werde. "Wir müssen uns an die Realität anpassen und die Diskriminierung beenden," sagte er. "Ich verstehe, dass viele Senator_innen gegen diese Reform des Zivilgesetzes sind, aber ich glaube, dass mehr von uns für die Änderung sind."
Links: http://www.ontopmag.com/article.aspx?id=5990&MediaType=1&Category=24
http://www.buenosairesherald.com/BreakingNews/View/38586
http://parlamentario.com/noticia-30170.html “Hay personas a las que hay que contemplarlas, no son parias sociales”
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