Österreich - Vorsichtige Kritik an den Aussagen des zukünftigen Weihbischofs Wagner über zu "heilende" Homosexuelle am vergangenen Wochenende kommt nun vom Grazer Diözesanbischonf Kapellari und vom Salzburger Bischof Kothgasser.
Kapellari sagte in einem ZiB2-Interview am Mittwochabend: "Ich glaube, wir sollten uns immer wieder zu zentralen Themen äußern, die wahren Nöte der Menschen sehen und darauf reagieren". Zum Thema Homosexualität sollten sich Bischöfe - wenn überhaupt - "differenziert" äußern, jedenfalls sollten sie "intelligent und einfühlsam mit dem Thema umgehen, vor allem mit den Menschen, die dahinter stehen".
Ähnlich hatte sich der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser in der "ZiB 2" vom Dienstag geäußert. Homosexualität als Krankheit zu bezeichnen käme einer "Verurteilung dieser Menschen" gleich. Bei
Aussagen zum Thema Homosexualität sei "größte Vorsicht" und Zurückhaltung geboten, so der Salzburger Erzbischof. Quelle: OTS-Aussendung der Kathpress v. 12.02.2009
Unterdessen meldete das Wirtschaftsmagazin FORMAT, laut einer OGM-Umfrage teilten nur 10% der Österreicher_innen die Ansichten Wagners, dass Homosexualität wie eine Krankheit "therapierbar" sei. 85% lehnten diese Ansicht ab, 5% wollten sich nicht äußern.
LinkS: http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090212_OTS0177&ch=panorama
http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090212_OTS0182&ch=politik