USA - Eine neue Website mit dem Namen
Maine Marriage Initiative will die Bürger_innen des US-Staats Maine (und den Rest der Welt) "aufklären", welche Gefahren der Ehe drohen und sie dazu bringen, dass sie ihre Abgeordneten dazu aufrufen, gegen die "gay marriage bill" zu stimmen. "Familien sollen gestärkt werden, nicht neu definiert", schreiben sie neben dem Foto eines blonden Heteropaares mit blondem Kind.
Der Hintergrund: Vor einem Monat hat der demokratische Senator Dennis S. Damon bei einer Pressekonferenz angekündigt, einen Gesetzesantrag einzubringen, der Schwulen und Lesben die Heirat ermöglichen soll. Eingetragene Partnerschaften mit eher eingeschränkten Rechten gibt es in Main seit 2004.
Auf der Website finden sich die üblichen "Wir sind gegen jede Diskriminierung, aber ..." Argumente. Schwule und Lesben würden ohnehin durch viele Gesetze geschützt, es drohe die Gefahr, dass die Kinder in der Schule indoktriniert würden, dass Religionsgemeinschaften gezwungen würden, "Homo-Hochzeits-Zeremonien" in ihren Lokalen zu dulden, dass Unternehmen zu Dienstleistungen gezwungen würden, die ihrem Gewissen widersprechen und so weiter.
Auch wenn die Aussagen größtenteils schlicht falsch sind, könnte man sie als persönliche Meinung der Betreiber_innen der Website und als Ausgangspunkt für weitere Diskussionen gelten lassen, wenn diese nicht zu feige dazu wären, zu ihrer Meinung zu stehen. Auf der Website werden zwar die Namen der Abgeordneten genannt, die von den Leser_innen kontaktiert werden sollen, aber kein Impressum und als Kontaktmöglichkeit nur ein Web-Formular. Die Domain wurde anonym über Domainsbyproxy registriert. Nach Recherchen eines Bloggers dürften die Gruppe "Focus on the Family" und die katholische Diözese Portland hinter dem Webauftritt stehen. Quelle: On Top Magazine v. 10. Februar .2009.
Zum Weiterlesen: http://www.ontopmag.com/article.aspx?id=3227&MediaType=1&Category=26
http://mainepolitics.net/content/anti-gay-marriage-website
http://kennebecjournal.mainetoday.com/blogs/politics/039456.html
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