In Brasilien wurde am Freitag ein römisch-katholischer Priester verhaftet, der von einem ehemaligen Ministranten des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird. Der 44jährige Marcin Michael S. soll im Pfarrhaus ein "Sex-Verlies" eingerichtet haben, in dem er sein Opfer mit Handschellen ans Bett fesselte. Der aus Polen stammende Priester wurde von der Erzdiözese Rio de Janeiro all seiner Aufgaben enthoben, als am Donnerstag der Haftbefehl bekannt wurde, erklärte ein Sprecher der Erzdiözese. Die Kirche "drückte ihr Bedauern" aus, meldet die Agentur AP.
Laut Auskunft einer Polizeisprecherin waren schon 2004 erstmals Beschwerden über S. aufgetaucht. 2007 wurde nach einer Anzeige eines damals 16jährigen Ministranten mit formellen Untersuchungen begonnen. Der Priester soll Anfang 2007 damit begonnen haben, dem Burschen erotisches Material zu e-mailen, um ihn zu verführen. Im Februar fesselte er ihn dann in seinem "Verlies" und zwang ihn zu sexuellen Handlungen. Er soll auch Geld in die Tasche des Opfers gesteckt haben und den Jungen unter Androhung von Gewalt zum Stillschweigen aufgefordert haben. "Ich weiß schon, welche Blumen ich auf deinen Sarg legen werde," soll S. gesagt haben.
Adionel Carlos da Cunha, der Sprecher der Erzdiözese Rio de Janeiro kündigte an, gegen Marcin Michael S. werde unabhängig von der staatlichen Strafverfolgung auch ein innerkirchliches Gerichtsverfahren nach kanonischem Recht durchgeführt. Über Details gab er keine Auskunft. Ebenso war die Diözese nicht bereit, nähere Details über den Beschuldigten S. bekannt zu geben, etwa, wie lange er sich schon in Brasilien aufgehalten hatte und welche Aufgaben er zu erfüllen hatte.
Bei dem jetzt bekannt gewordenen Fall von S. handelt es sich um den dritten Missbrauchsfall von römisch-katholischen Priestern in Brasilien innerhalb von zwei Monaten. Im April wurden der 83jährige Msgr. Luiz Marques B. und zwei weitere Priester verhaftet, nachdem ein Video aufgetaucht war, das Barbosa beim Sex mit einem ehemaligen Ministranten zeigt. Im gleichen Monat wurde der Priester José A. des Missbrauchs von Ministranten zwischen 12 und 16 Jahren angeklagt.
Links: http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5i6T2FZuW588xFahgyr8KUJFK1TJAD9FRIKMO0
http://www.nytimes.com/2010/05/24/world/americas/24priest.html
http://joemygod.blogspot.com/2010/05/this-week-in-holy-crimes_23.html
http://tempsreel.nouvelobs.com/actualite/monde/20100522.OBS4323/nouveau-cas-de-pretre-pedophile-au-bresil.html
Wo ist da der Zusammenhang? Man kann sich nicht aufregen und immer wieder sagen, dass zwischen Homosexualität und Missbräuchen kein Zusammenhang besteht und dann auf Nachrichtenseiten immer wieder diesen Zusammenhang herstellen.
Für mich unverständlich, vor allem bei dieser ansonsten sehr guten Website!
Missbrauch hat nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun, aber sehr viel mit Machtausübung. Mädchen werden weit öfter Opfer von Missbrauch als Buben, dennoch sollte man IMO nicht verschweigen, dass auch Buben oder Männer Opfer sexueller Gewalt werden können.
Den oben erwähnten Fall aus Brasilien habe ich übrigens in der Rubrik "This Week In Holy Crimes" bei Joe.My.God gefunden
http://joemygod.blogspot.com/search/label/This%20Week%20In%20Holy%20Crimes
Wegen genau dieser Themenauswahl wird zwischen Homosexualität und sexueller Missbrauch ein Zusammenhang erstellt. Dass real kein Zusammenhang besteht ist mir klar, genau deswegen schreibe ich ja diese Kommentare. Weil ich nicht verstehe wieso hier über sexuelle Missbräuche geschrieben wird - es passt ja nicht in die sonstige Themenauswahl.
Und das hat doch gar nichts mit Verschweigen zu tun.
Die Auswahl der Artikel folgt zugegebenermaßen nicht einem großartigen Redaktionskonzept, sondern hängt davon ab, was ich finde und wieviel Zeit ich grad habe. BTW: hättest Du Lust, hier zu schreiben? (Details per Mail an -> ju(at)queernews.at)