Großbritannien will die iranische Filmemacherin, Schauspielerin und Menschenrechtsaktivistin Kiana Firouz in ihre Heimat abschieben. Dort drohen ihr Folter und Ermordung. Die 27-jährige Kiana Firouz spielt die Hauptrolle in dem teilweise autobiographischen Film "Cul de sac" über die Situation von Lesben und Schwulen im Iran mitgewirkt. Nachdem der der Trailer im Dezember 2009 auf YouTube veröffentlicht wurde, ist der iranische Geheimdienst auf sie aufmerksam geworden ist und verfolgt sie seither.
Würde Kiana Firouz in ihre Heimat zurückkehren, würde sie nicht nur zu einer Haftstrafe verurteilt, weil sie lesbisch ist: Im Iran werden Lesben die ersten drei Male mit 100 Peitschenhieben bestraft. Nach einem vierten Verstoß gegen dieses iranische Gesetz wird eine Frau wegen "unverbesserlicher Homosexualität" zum Tod durch Erhängen verurteilt - oft öffentlich vor einer johlenden Meute. Aber auch die Tatsache, dass Firouz sich als Aktivistin für LGBT-Rechte einsetzt würde als Beweis "unverbesserlicher Homosexualität" ausreichen.
Dennoch hat das britische Home Office ihre Anerkennung als Flüchtling abgelehnt. Auch die Berufung des Bescheides wurde von einem Richter abgelehnt. Sie lebt nun in ständiger Angst vor der Abschiebung, die sie jederzeit treffen kann.
Die Unterstützung des Asylansuchens von Kiana Firouz ist online oder per Brief/Fax an die britische Einwanderungsbehörde und das Innenministerium möglich:
Online-Petition: http://www.petitiononline.com/kianaf/petition.html
Facebook-Gruppe: http://www.facebook.com/photo.php?pid=192512&id=100000138895035#!/group.php?gid=127222147291446
Protestbrief (Vorlage unter http://madikazemi.blogspot.com/2010/04/iranian-lesbian-makes-her-appeal.html) an:
Minister of State (Borders and Immigration) -
Home Office, 2 Marsham Street
London SW1P 4DF
Fax: +44 870 336 9034
Secretary of State for the Home Department -
Home Office, 2 Marsham Street
London SW1P 4DF
Fax: +44 20 7035 0900
Die Filmhomepage: http://www.culdesacmovie.com/index.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Kiana_Firouz