Anlässlich des Internationales Tages gegen Homophobie am 17. Mai (IDAHO -International Day Against Homophobia) fordert Stadträtin Sandra Frauenberger Respekt für alle Lebensentwürfe ein. "Sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität dürfen keine Gründe für Diskriminierung sein", so Frauenberger am Freitag.
Homophobie hat viele Facetten: In einigen Mitgliedsstaaten der EU etwa sind lesbisch-schwule Paraden und Veranstaltungen verboten. In rund 80 Staaten der Erde wird Homosexualität noch strafrechtlich verfolgt, in einigen Ländern droht sogar die Todesstrafe. "Es ist daher dringend notwendig, Homosexualität oder eine transsexuelle Identität in Österreich als strukturelle Asylgründe offiziell anzuerkennen", so Frauenberger.
Die in Österreich neu geschaffene Möglichkeit, eine Eingetragene PartnerInnenschaft einzugehen, sei ein wichtiger Schritt. Aber es sei bedauerlich, dass "konservative Kräfte in Österreich eine völlige rechtliche Gleichstellung mit der Ehe verhindern", so die für Antidiskriminierung zuständige Wiener Stadträtin. Hier sei noch viel Überzeugungsarbeit notwendig. Ein breites Bündnis aus Politik, NGOs und engagierten BürgerInnen müsse dieser versteckten Form von Homophobie den Kampf ansagen, fordert Frauenberger. "In Wien darf es keinen Platz für Homophobie geben." Quelle: Presseaussendung von Stadträtin Frauenberger vom 14. Mai 2010
Der Internationale Tag gegen Homophobie findet seit 1990 alljährlich am 17 Mai statt. An diesem Tag beschloss die Generalsverssammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Begriff "Homosexualität" von der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen. Seither werden an diesem Tag weltweit Aktionen für Toleranz und Anerkennung gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern durchgeführt.
Links: http://www.ots.at/presseaussendung.php?mabo=1&schluessel=OTS_20100514_OTS0072
http://www.queer.wien.at
http://idahomophobia.org/wp/