Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit setzte der Bürgermeister von Turin, Sergio Chiamparino, einen wichtigen symbolischen Akt der Unterstützung für die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen.
Ende Februar nahm er in einem Turiner Hotel die symbolische Traung von Antonella D’Annibale and Deborah Galbiati Ventrella vor. Die beiden Frauen hatten ihn darum gebeten, weil sie hofften, dadurch mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die politischen Forderungen von Lesben und Schwulen in Italien zu erreichen. Sie sind seit neun Jahren zusammen, können aber nach der derzeitigen Rechtslage in Italien weder heiraten, noch eine eheähnliche eingetragene Partnerschaft eingehen.
Chiamparino sagte nach der Zeremonie, er halte es für an der Zeit, dass auch Italien ein Rechtsinstitut neben der Ehe erhalte, damit das Italien zu den weiter entwickelten Ländern Eurpas aufschließe. Er sagte weiter: "Hier sind zwei Menschen die einander lieben und sich nur wünschen, dass ihre Verbindung anerkannt wird, aber in Italien ist das der Öffentlichkeit gegenüber nicht vollständig möglich. Das ist inakzeptabel. Nein, Sie sind keine Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse. Wenn es hilft, freue ich mich hier zu sein: das ist die Pflicht jener, die öffentliche Ämter innehaben."
Ein Entwurf der Mitte-links-Regierung von Romani Prodi für ein Partnerschaftsgesetz scheiterte, als Prodi die Parlamentswahlen vor dem Beschluss des Gesetzes gegen den Rechtspopulisten Silvio Berlusconi verlor. Wie bereits berichtet, versuchen mehrere italienische Paare derzeit, die Öffnung der Ehe beim Verfassungsgerichtshof zu erkämpfen.
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http://news.pinkpaper.com/NewsStory.aspx?id=2522
http://www.gaywave.it/articolo/coppia-lesbica-torino-matrimonio-a-fine-febbraio/9623/
http://www.retelenford.it/articolo/support-freedom-marry-italy