Die Schließung des les-bi-schwulen Traditionsmediums Washington Blade im November vergangenen Jahres war nicht nur für die Community in Washington und Umgebung ein Schock. Die Washington Blade hatte 1969 als hektographiertes Szeneblatt begonnen und sich zur wichtigsten LGBT-Zeitung der Vereinigten Staaten entwickelt, die dank der guten Kontakte zum Kongress und zu Politiker_innen in der Hauptstadt im LGBT-Bereich ähnlich bedeutend war wie die ganz großen Zeitungen der USA.
Im November wurde die selbst wirtschaftlich erfolgreiche Washington Blade nach der Zahlungsunfähigkeit der Muttergesellschaft Window Media eingestellt und die Website offline genommen. Damit war auch das unersetzliche Archiv nicht mehr erreichbar.
Einige Mitglieder der Washington Blade initiierten schon wenige Tage nach der Einstellung ein neues Online-Medium namens DC Agenda, an dem viele der ehemaligen Redakteurinnen und Redakteure sich - vorerst unbezahlt - mitarbeiten. Am 26. Februar verlautbarte nun Kevin Naff in der DC Agenda, dass es gelungen sei, das Vermögen der Washington Blade aus der Konkursmasse zu erwerben und damit die Namens- und Markenrechte und das 40 Jahre umfassende Text- und Bildarchiv der Washington Blade. Wann und in welcher Form es auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, ist noch nicht bekannt. Quelle: DC Agenda vom 26. Februar 2010
Links: http://dcagenda.com/2010/02/brown-naff-pitts-omnimedia-inc-purchases-washington-blade-assets/
http://www.boxturtlebulletin.com/2010/02/26/20646
http://en.wikipedia.org/wiki/Washington_Blade
http://www.washingtoncitypaper.com/blogs/sexist/2009/11/16/the-final-hours-of-the-washington-blade/
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/11/16/AR2009111601477.html