Lange Zeit war es vielen Regisseur_innen kaum möglich, Schwule und Lesben
als glückliche Menschen in einem selbst bestimmten Leben zu zeigen. Das
Leben der Homosexuellen im Film war meist leer, einsam, jämmerlich und
tödlich. Doch in den 70er Jahren änderte sich das langsam, aber stetig.
Statt lediglich verschwiemelter Andeutungen, wagten junge schwule
Filmemacher Geschichten aus dem eigenen Leben zu erzählen –
selbstbewusst und mit großer künstlerisch innovativer Kraft.
Der Dokumentarfilmer André Schäfer erzählt in „Schau mir in die Augen,
Kleiner“ die Entwicklungen des lesbisch-schwulen Kinos anhand von über
30 Spielfilmen - von Rosa von Praunheims 'Nicht der Homosexuelle ist
pervers, sondern die Situation, in der er lebt' aus dem Jahr 1970 bis
zum Ang Lees Blockbuster 'Brokeback Mountain'.
Zu sehen sind Ausschnitte aus Marksteinen wie „Priscilla – Königin der
Wüste“, „Abschiedsblicke“ und „John Waters‘ „Hairspray“. Interviews
unter anderem mit Stephen Frears ('Mein wunderbarer Waschsalon'), Gus
Van Sant („My Own Private Idaho“) , Patrice Chéreau („Der verführte
Mann“) und François Ozon („Tropfen auf heiße Steine“) erzählen die
Geschichte des „Gay Cinema“ der letzten Jahrzehnte. Schauspieler wie
Jude Law, Rupert Everett, Stephen Fry, Udo Kier und Daniel Day-Lewis
berichten von ihren Erfahrungen mit Rollenbildern, die es zuvor im Kino
noch nicht zu sehen gab.
Schau mir in die Augen, Kleiner. Deutschland 2006/2007
Regie: André Schäfer
Heute, 22:15 auf TIMM
Links: http://www.timm.de/fernsehen/sendungen.html?sendungsinstanzUid=1163&cHash=aa71a082a0&utm_source=timm&utm_medium=email&utm_content=indieaugenkleiner&utm_campaign=newsletter%2B04%20februar%202010
http://www.filmportal.de/df/3b/Uebersicht,,,,,,,,5DB63FB8838843628F3B96FD7A410BF0,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html