Während in Uganda Strafverschärfungen bis hin zur Todesstrafe diskutiert werden, plant das Nachbarland Ruanda, die Strafbarkeit ganz fallen zu lassen. Dies hat ein parlamentarisches Komitee am 23. Dezember empfohlen. Dessen Vorsitzende Bernadette Kanzaire sagte The New Times gegenüber, man komme damit einer Aufforderung von UNAIDS nach, die darauf hingewiesen hatten, dass die Strafbarkeit konsensualer homosexueller Handlungen gegen die Artikel 16 und 26 des UN Paktes über die bürgerlichen und politischen Rechte verstößt.
Das Komitee soll das 33 Jahre alte Strafgesetzbuch Ruandas überarbeiten. Der Entfall der Strafbarkeit von homosexuellen Handlungen unter Erwachsenen bedeutet allerdings nicht, dass schwul oder lesbisch zu sein, in Ruanda gesellschaftlich anerkannt wäre - Bernadette Kanzaire wies die Abgeordneten darauf hin, wie wichtig es sei, Jugendliche dazu anzuleiten, die kulturellen Normen einzuhalten die Homosexualität nicht gut heißen. Die Verführung Jugendlicher soll strafbar bleiben, allerdings unabhängig von der sexuellen Orientierung.
Quellen: http://allafrica.com/stories/200912290068.html
http://www.newtimes.co.rw/
http://www.boxturtlebulletin.com/2009/12/29/18902
Anmerkung: Der Artikel in der New Times hat den Titel: Lawmakers seek to scrap article on homosexuality und wurde am 23. Dezember 2009 veröffentlicht. Er ist im Archiv noch nach Registrierung zugänglich.