Waltraud Riegler, langjährige Aktivistin und Mitstreiterin der HOSI Wien, deren erste Obfrau sie 1991 wurde - und zehn Jahre blieb -, wird heute von Claudia Schmied, Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, das Bundes-Ehrenzeichen 2009 für hervorragende Leistungen in den Bereichen Toleranz und Menschenrechte verliehen.
Waltraud Riegler, die beruflich im Bildungsmanagement tätig ist, ist vermutlich die erste offene Lesbe, die diese Auszeichnung erhält, sicherlich aber die erste Person, die das Ehrenzeichen vor allem für ihren Einsatz und ihre Leistungen innerhalb der Lesben- und Schwulenbewegung bekommt. "Wir gratulieren Waltraud ganz herzlich zu dieser mehr als verdienten Anerkennung ihres Engagements seitens des offiziellen Österreichs", schreibt HOSI Obfrau Jona Solomon in der heutigen Presseaussendung. Wir schließen uns diesen Gratulationen an.
Insgesamt werden heute 36 Personen - darunter auch die Schauspieler Otto Tausig oder Elisabeth Orth - aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und aus allen Bundesländern für ihren unermüdlichen Einsatz für die Gesellschaft geehrt.
"Es ist mir ein besonderes Anliegen, die Bundesehrenzeichen 2009 an Menschen zu verleihen, die sich für jene einsetzen, die unsere Hilfe ganz besonders benötigen. Ausgrenzung, Intoleranz, Fremdenhass und Diskriminierung sind Grundübel unserer Gesellschaft. Die heute Geehrten arbeiten Tag für Tag daran, dass die Welt ein Stück menschlicher wird. Sie sind Botschafter einer besseren Welt", sagt Bildungsministerin Claudia Schmied zur Ehrung.
Hinweis: Eine ausführliche Würdigung der Arbeit Waltraud Rieglers findet sich in den LAMBDA-Nachrichten Nr. 2/2001 http://www.hosiwien.at/download/waltraudriegler_ln22001.pdf